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Welches Holz für die Terrasse?

Merkmale und Eigenschaften von Holz Terrassendielen

Holz ist perfekt geeignet, um eine gemütliche Wohlfühloase zu erschaffen: Der natürliche Werkstoff ist umweltfreundlich sowie haptisch und optisch ein Blickfang. Wenn Sie aus diesen und vielen anderen guten Gründen mit dem Gedanken spielen, Holz Terrassendielen zu verlegen, entstehen zunächst einmal eine Reihe von Fragen. Denn welche Holzart ist für den Außenbereich eigentlich am besten geeignet? Welche Unterscheidungsmerkmale gibt es überhaupt? Und wie aufwändig ist das Reinigen und Pflegen von Holz Terrassendielen? Diese und weitere Fragen beantworten wir Ihnen im folgenden Blogbeitrag.

Inhaltsverzeichnis:

    1. Relevante Eigenschaften von Holz Terrassendielen
    2. Unterschiede zwischen den Holzarten
      2.1. Tropische Hölzer
      2.2. Heimische Hölzer
    3. Qualitätssiegel für Holz Terrassendielen
    4. Reinigung und Pflege von Holz Terrassendielen
    5. Alternativen zu Holz Terrassendielen
    6. Fazit: Terrassendielen aus Holz sind eine gute Wahl

1. Relevante Eigenschaften von Holz Terrassendielen

Die witterungsbedingten Temperaturschwankungen im Außenbereich, der mögliche Befall von Schädlingen und Moosen sowie die ganz normalen Abnutzungserscheinungen setzen einem Bodenbelag deutlich mehr zu, als es im Innenbereich der Fall wäre. Daher müssen Holz Terrassendielen einige wichtige Eigenschaften mitbringen, um diesen Umweltbedingungen standhalten zu können. Wir gehen auf die wichtigsten im Folgenden ein.

  • Formstabilität: Dass Holz Terrassendielen auf Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit mit Quell- und Schwindverhalten reagieren, lässt sich nicht vermeiden. Damit sich die Terrassendielen nicht verziehen oder gar reißen, sollten Sie jedoch auf Holz zurückgreifen, das möglichst wenig arbeitet und dadurch auch bei stärkeren Schwankungen weitestgehend formstabil bleiben.
    Dauerhaftigkeit: Alle Holzarten werden nach DIN EN 350-2 in Dauerhaftigkeitsklassen von 1 bis 5 eingeteilt, um anzuzeigen, wie widerstandsfähig eine Holzart gegenüber der Witterung sowie einem Pilz- oder Insektenbefall ist. Klasse 1 beinhaltet die resistentesten und langlebigsten Hölzer, Klasse 4 und 5 enthalten Hölzer mit keiner zufriedenstellenden Dauerhaftigkeit – daher werden Sie aus diesen Klassen keine in unserem Sortiment finden. Bedenken Sie bei diesem Punkt auch die Lage Ihrer Terrasse: Ist sie feucht und schattig, wird das Holz anfälliger für Pilze sein – ein höhere Dauerhaftigkeitsklasse kann das gegebenenfalls ausgleichen.
  • Eigenfettanteil: Während trockenes Holz splittern und reißen kann, bleibt Holz mit einem hohen Eigenfettanteil länger geschmeidig und zeigt weniger Splitterneigung. Für die Terrasse ist auch das eine wichtige Eigenschaft, denn zu starke Sonneneinstrahlung führt früher oder später ohnehin zu einer gewissen Sprödigkeit der Holz Terrassendielen. Wenn Sie sich für eine Holzart mit hohem Fettanteil entscheiden, sorgen Sie also dafür, dass dies erst später eintritt.
  • Restfeuchte: Bevor Holz weiterverarbeitet werden kann, wird es getrocknet, was auf unterschiedliche Weise geschieht. Für Brennholz wird die Restfeuchte zum Beispiel sehr schnell und ganz erheblich gesenkt, denn Schäden am Material spielen keine Rolle. Wird das Holz dagegen zu Terrassendielen verarbeitet, muss das Trocknen schonend erfolgen, um die Qualität des Werkstoffs nicht zu beeinträchtigen.
Tipp: Am Artikel-Zusatz KD (kammergetrocknet) oder AD (luftgetrocket) können Sie die Art der Trocknung erkennen. Eine höhere Qualität erhalten Sie mit KD getrockneten Terrassendielen. Das Holz behält auf lange Sicht seine ursprüngliche Form und auch die Oberflächenbeschaffenheit ist sehr viel besser.

2. Unterschiede zwischen den Holzarten

Gerade wegen der Umwelteinflüsse im Außenbereich ist es wichtig, die Holz Terrassendielen nicht nur nach ihren optischen Merkmalen oder dem Preis zu beurteilen, sondern in erster Linie nach ihrer Eignung für die Bedingungen auf einer Terrasse. Daher möchten wir Ihnen an dieser Stelle verschiedene Holzarten vorstellen – unterteilt nach tropischen und heimischen Hölzern.

2.1. Tropische Hölzer

Holzarten aus tropischen Gefilden sind besonders witterungsbeständig und daher grundsätzlich sehr gut als Terrassendielen geeignet. Aufgrund der klimatischen Herausforderungen in ihren Herkunftsländern sind Tropenhölzer dichter und fester als unsere heimischen Holzarten. Ätherische Öle im Holz sorgen zudem dafür, dass holzzersetzende Mikroorganismen und Pilze recht gut abgewehrt werden.

  • Massaranduba: Die Holzart stammt überwiegend aus der Karibik oder aus Südamerika und ist sehr widerstandsfähig. Terrassendielen aus diesem Holz haben eine ungefähre Lebensdauer von 25 Jahren. Optisch besticht Massaranduba vor allem durch sein charakteristisches kräftiges Dunkelrot, aber auch die sehr dezente Maserung mit wenigen Ästen wirkt ausgesprochen elegant und hochwertig. (Dauerhaftigkeitsklasse 1)
  • Ipe: Diese südamerikanische Holzart ist besonders hart, witterungsbeständig und arbeitet kaum. Die Lebenserwartung liegt ebenfalls bei ungefähr 25 Jahren. Terrassendielen aus Ipenholz beeindrucken durch eine edle Farbgebung mit dunkelbraunen und -roten Nuancen, die insgesamt sehr harmonisch wirken, weil auch hier wenige Astlöcher und eine dezente Maserung für Ruhe sorgen. (Dauerhaftigkeitsklasse 1)
  • Cumaru: Auch das Holz des Tonkabohnenbaums stammt aus Südamerika und zählt zu den härtesten Hölzern der Welt. Mit Feuchtigkeit kommt die Holzart ausgesprochen gut zurecht. Somit ist Cumaru besonders gut für Holz Terrassendielen geeignet und entsprechend beliebt. Wegen des breiten Farbspektrums von Hell- bis Rotbraun finden Sie das Holz in unserem Onlineshop in zwei Kategorien als Cumaru red und Cumaru braun. Die Lebensdauer beträgt ebenfalls ca. 25 Jahre, die Splitterneigung ist sehr gering. (Dauerhaftigkeitsklasse 1)
  • Bangkirai: Diese Holzart aus Südostasien enthält ein Harz, das die Terrassendielen besonders widerstandsfähig und robust macht. Obwohl die voraussichtliche Lebensdauer mit 15 bis 20 Jahren etwas niedriger ist, erfreuen sich Terrassendielen aus Bangkirai-Holz größter Beliebtheit. Zudem ist es mit entsprechender Pflege möglich, die Haltbarkeit deutlich zu erhöhen. Optisch zeigt das dunkle, rotbraune Holz eine einheitliche, harmonisch wirkende Maserung. Eine optische Besonderheit sind die sogenannten „Pinholes“: winzig-kleine Löcher, die von Insekten im Holz hinterlassen wurden. (Dauerhaftigkeitsklasse 2)
  • Garapa: Auch dieses Holz stammt aus Südamerika und ist sehr beliebt. Grund dafür ist u. a. der vergleichsweise niedrige Preis, obwohl Terrassendielen aus Garapa sehr langlebig und widerstandsfähig sind. Hohe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit sind gar kein Problem. Entsprechend hoch ist die Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren. Aufgrund der glatten Oberfläche ist Garapa ausgesprochen pflegeleicht, die hellbraune Farbe mit sehr wenigen Wachstumsmerkmalen und dezenter Maserung besonders harmonisch. (Dauerhaftigkeitsklasse 2)

    2.2. Heimische Hölzer

    Holz, das aus unseren heimischen Regionen kommt, ist generell weniger dicht und nicht so widerstandsfähig wie Tropenholz. Das bedeutet jedoch nicht, dass heimische Hölzer gar nicht als Terrassendielen geeignet wären. Sie bieten vielmehr andere Pluspunkte: Sie sind in der Regel günstiger, aufgrund kurzer Transportwege schneller verfügbar, nachhaltiger und umweltschonender.

  • Thermoesche: Dank einer Wärmebehandlung bei der Fertigung bringt es Thermoesche auf eine Lebensdauer von 20 bis 25 Jahren und ist dadurch vergleichbar mit tropischen Hölzern. Entsprechend beständig und widerstandsfähig ist das Holz, dessen edle Optik sehr dunkel ist, mit einem leichten Stich ins Rötliche. Die elegante Wirkung wird unterstützt durch eine sehr dezente Maserung mit wenigen Ästen. (Dauerhaftigkeitsklasse 1-2)
  • Eiche: Von den europäischen Holzarten ist Eiche von Natur aus sicher das härteste und widerstandsfähigste Holz, also ebenfalls bestens geeignet für Terrassendielen. Eine Lebenserwartung von mindestens 15 Jahren ist für heimische Hölzer einzigartig – entsprechend hoch sind die Preise. Dafür erhält man aber auch eine sehr gute Ökobilanz, denn das Holz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern in Europa. (Dauerhaftigkeitsklasse 2)
  • Douglasie: Ursprünglich aus Nordamerika stammend, wird das Nadelholz schon seit Längerem auch in europäischen Regionen angebaut. Das helle, rotbraune Holz wächst sehr schnell und verfügt über eine dynamische Maserung. Die Lebenserwartung liegt bei mindestens 10 Jahren, bei guter Pflege sind es sicher mehr. (Dauerhaftigkeitsklasse 3)
  • Sibirische Lärche: Wie der Name schon andeutet, stammt dieses Holz aus der sibirischen Taiga. Der besonders hohe Harzgehalt der Lärche sorgt für eine sehr gute Imprägnierung. Da die Lebenserwartung zwischen 10 und 15 Jahren liegt, ist die Holzart vergleichsweise günstig. Als helle Holz Terrassendielen mit lebendiger Maserung sind sie dennoch eine Bereicherung für jeden Freisitz. (Dauerhaftigkeitsklasse 3)

3. Qualitätssiegel für Holz Terrassendielen

Würde Geld keine Rolle spielen und nur die Eigenschaften der verschiedenen Holz Terrassendielen Berücksichtigung finden, läge es nahe, den tropischen Hölzern durchweg den Vorzug zu geben. Doch ganz so einfach sollte man es sich nicht machen, denn auch auf die Nachhaltigkeit sollte geachtet werden. Dazu lässt sich sagen, dass innerhalb Europas grundsätzlich mit hohen Standards produziert wird. Das ist bei Tropenhölzern leider nicht immer der Fall. Transparenz in dieser Hinsicht bieten zwei verschiedene Zertifikate, die sicherstellen, dass das jeweilige Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt.

  • Forest Stewardship Council (FSC): Für dieses Zertifikat gelten die weltweit strengsten Regeln; bewertet werden u. a. die Abholzungsbedingungen, die Arbeitsbedingungen vor Ort, die soziale Verträglichkeit und die Einhaltung von Umweltstandards.
  • Programme for the Endorsement of the Forest Certification Schemes (PEFC): Auch dieses Zertifikat wird nur dann vergeben, wenn sehr hohe Ansprüche an Nachhaltigkeit eingehalten werden; kontrolliert wird das Holz auf dem kompletten Weg vom Rohstoff im Regenwald bis zum Verkauf.

4. Reinigung und Pflege von Holz Terrassendielen

Was Reinigung und Pflege von Holz Terrassendielen angeht, bestehen einige Unterschiede zum Umgang mit Holzdielen im Innenbereich. Einerseits ist das Holz von Terrassendielen widerstandsfähiger als das eines Parkettbodens und kann deshalb mit ordentlich Wasser gesäubert werden – ruhig auch mit dem Gartenschlauch. Andererseits werden Holz Terrassendielen durch die extremeren Witterungsbedingungen deutlich mehr beansprucht als Indoorböden. Daher muss die Oberflächenbehandlung im Außenbereich häufiger aufgefrischt werden als bei Parkettdielen. Detaillierte Informationen dazu erhalten Sie bei Interesse in weiteren unserer Blogbeiträgen. An dieser Stelle daher nur noch einige Anmerkungen zum generellen Vorgehen:
In der Regel ist es ausreichend, die Terrasse zu fegen und von Laub und Ästen zu befreien. Eine aufwändigere Grundreinigung empfehlen wir zweimal im Jahr – Beginn und Ende der Terrassensaison wären dafür zwei sinnvolle Termine. Spezielle Reinigungs- und Pflegemittel für Terrassendielen erhalten Sie bei Bedarf in unserem Onlineshop.

Tipp: Um die Beständigkeit Ihrer Holz Terrassendielen zu verlängern und die Schutzschicht des Holzes aufzufrischen, können Sie auf unterschiedliche Pflegeöle zurückgreifen. Öl-Varianten mit Farbpigmenten schützen zusätzlich vor dem Vergrauen. Achten Sie möglichst darauf, dass Sie ökologische und abbaubare Produkte verwenden. Denn die Präparate ziehen zwar zunächst in das Holz ein, werden auf Dauer aber ausgewaschen und gelangen so in die Umwelt.

5. Alternativen zu Holz Terrassendielen

Falls Ihnen auch das wetterbeständigste Holz immer noch zu empfindlich ist, erhalten Sie mit WPC eine gute Alternative. Der Verbundwerkstoff aus Holz und Kunststoff ist wasserabweisend, pflegeleicht, splitterfrei, formstabil, ressourcensparend und recyclebar. Kurz gesagt: ein umweltfreundliches Material, ideal für den Außenbereich. WPC besteht mindestens zu 50 Prozent aus Holzmehl, je nach Hersteller kann der Holzanteil aber sogar bis zu 90 Prozent betragen. Das Gemisch wird in Form gepresst oder gegossen. Optisch kommen WPC Terrassendielen denen aus Holz überwiegend sehr nahe, farblich dominieren Braun- und Grautöne. Zudem gibt es glatte und geriffelte Oberflächen, sodass der Gestaltungsspielraum insgesamt sehr groß ist.

6. Fazit: Terrassendielen aus Holz sind eine gute Wahl

Wir hoffen, wir konnten mit unserem Überblick die meisten Ihrer Fragen zum Thema Holz Terrassendielen beantworten. Im besten Fall haben Sie bereits eine Vorentscheidung getroffen. Dann können Sie in unserem Onlineshop ganz in Ruhe verschiedene Angebote vergleichen und Ihre Wahl treffen – auch WPC Dielen finden Sie bei Bedarf in unserem Sortiment. Falls Sie noch unentschlossen sind, möchten wir die wichtigsten Eigenschaften für den Außenbereich noch einmal kurz für Sie zusammenfassen.

Holz Terrassendielen von guter Qualität zeichnen sich aus durch:

  • eine hohe Formstabilität und Langlebigkeit
  • eine Zertifizierung durch PEFC oder SFC
  • einen hohen Eigenfettgehalt
  • eine Restfeuchte von 15-20 %

Erst wenn Sie einige Holzarten gefunden haben, die alle diese Merkmale aufweisen und Ihnen grundsätzlich zusagen, sollten Sie Preise vergleichen. Zu den beliebtesten Holzarten zählen bei Terrassendielen übrigens Bangkirai, Douglasie, Garapa, Lärche und Cumaru. Wenn Sie sich für eines dieser Hölzer entscheiden, haben Sie schon einmal einiges richtig gemacht. Wenn Sie außerdem bei der Montage gravierende Fehler vermeiden und die Holz Terrassendielen anschließend regelmäßig reinigen und pflegen, werden Sie für lange Zeit sehr viel Freude mit Ihrer Holz Terrasse haben.